Die VGPH und Covid-19

Alle im Bereich Public Health Tätigen haben auf die eine oder andere Weise durch die Pandemie eingreifende Veränderungen im beruflichen Handeln erfahren. In der Öffentlichkeit und in den Medien fand die wissenschaftliche Begleitung und Aufarbeitung der Maßnahmen gegen die Pandemie und deren Auswirkungen auf das Sozial- und Gesundheitssystem zum Teil sehr lautstark und kontrovers statt. Weitgehend unbeachtet fand und findet aber sehr wohl eine intensive evidenzbasierte Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten der Pandemie statt. Neben der außerordentlich wichtigen epidemiologischen Aufarbeitung – wie z.B. Seroprävalenzstudien oder Modellrechnungen – rückten in den letzten Monaten auch die Auswirkungen der lock downs und anderer Beschränkungen auf die sozialen Gesundheitsdeterminanten in den Fokus.

Die VGPH hat sich in das Kompetenznetz Public Health COVID-19 eingebracht – gegründet von: Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS), Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH), Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) und Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS).

Das Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 ist ein Ad hoc-Zusammenschluss von über 25 wissenschaftlichen Fachgesellschaften aus dem Bereich Public Health, die ihre methodische, epidemiologische, statistische, sozialwissenschaftliche und (bevölkerungs-)medizinische Fachkenntnis bündeln. Gemeinsam vertreten sie mehrere Tausend Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel ist es, schnell sowie flexibel interdisziplinäre Expertise zu COVID-19 für die Diskussion und Entscheidungsfindung zur Verfügung zu stellen. Dafür werden wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengestellt, aufbereitet und in möglichst leicht verständlicher Form verbreitet.

 

 

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