Vorarlberger Gesellschaft für Public Health

Wintertagung der österreichischen Public Health Gesellschaften entfacht Diskussion um GK als Lebenslanges Lernen für Gesundheit und Querschnittsmaterie in vielen Politikfeldern

Bregenz/Wien (OTS) – Die Wintertagung der Vorarlberger und der Österreichischen Public Health Gesellschaft am 15./16. Jänner lud
bereits zum dritten Mal Experten, Wissenschafter und Praktiker zur Diskussion nach Bregenz. Die Public Health-Spezialisten aus den
deutschsprachigen Regionen befassten sich auch heuer mit aktuellen Problemen und Herausforderungen im Gesundheitssystem mit Blick in die
Zukunft. Nach einem Impulsreferat von Dr. Rainer Kasperbauer vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen in München wurde in Diskussion
und Workshop intensiv über nationale und internationale Trends beraten.

“Das Gesundheitswesen mit seinen Versorgungssystemen ist im Wandel und muss auf kommende Veränderungen reagieren. Neue Konzepte in der Primärversorgung sind überfällig, aber auch Zuwanderung und Migration sind große Herausforderungen für den Gesundheitssektor. Wir spüren immer mehr die Bedeutung der sozialen Gesundheitsdeterminanten – wie beispielsweise den Faktor Gesundheitskompetenz” meint  Günter Diem, Präsident der VGPH und Gastgeber der Tagung. Gesundheitskompetenz braucht es in zweierlei Hinsicht: Einerseits geht es darum Kompetenzen zu erwerben, die es für ein Leben in Gesundheit braucht, und auf der anderen Seite geht es um Kompetenzen im Krankheitsfall ob, wann und in welcher Ebene des medizinische Versorgungssystem in Anspruch genommen werden sollte. In einer Stellungnahme der Expertengruppe wurde klargestellt, dass für eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung neben Strukturen des Gesundheitssystems (wie z.B. ärztliche Grundversorger und Organisationen der Gesundheitsförderung) vor allem der Bildungssektor in der Pflicht sei. „Wann sollte man mit dem Aufbau von Gesundheitskompetenz anfangen, wenn nicht schon in der Kindheit? Im Kindes- und Jugendalter wird nämlich die Grundlage für eine gesunde Lebensweise geschaffen und nie wieder ist die Erreichbarkeit der Bevölkerung so gut wie in der Schule“, merkt Philipp Petersen vom Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research und der ÖGPH an.
Gesundheitsbildung sollte von der Schulzeit an in einem Prozess lebenslangen Lernens vermittelt werden – von der Grundschule bis zur
Universität. Auch sollte Gesundheitskompetenz medial wirksam und ansprechend vertreten sein, in klassischen Medien ebenso wie in
digitalen sozialen Medien und Netzwerken.

“Um die Wirksamkeit solcher Maßnahmen sicherzustellen braucht es valide, verlässliche und objektive Gesundheitsindikatoren. Maßnahmen
zur Stärkung der Gesundheitskompetenz müssen evaluiert werden und Forschung in diesem Bereich forciert” sagt Thomas Dorner, Professor
am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien und Präsident der ÖGPH.

Die Vorarlberger Public Health Gesellschaft (VGPH) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Public Health-ExpertInnen im Land Vorarlberg
zusammenzubringen, zu unterstützen und eine fachliche Gemeinschaft zu bilden. Darüber hinaus versucht sie fächer- und sektorenübergreifend
Public Health-Wissen und -Bewusstsein in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen zu verbreiten und zu verankern. Indem die VGPH
die Gruppe der Public Health-ExpertInnen vernetzt ist sie der regionale „Think Tank“ für Public Health. HP: http://www.vgph.org/
Die Österreichische Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) ist eine unabhängige wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich mit Public
Health Themen in Österreich auseinandersetzt. Die ÖGPH steht für wissenschaftlich fundierte Forschung in den Gesundheitswissenschaften. Einmal jährlich organisiert sie die größte wissenschaftliche Fachtagung zu Public Health In Österreich. HP: http://www.oeph.at/
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Rückfragehinweis:
Vorarlberger Gesellschaft für Public Health
Präsident: Dr. Günter DIEM, MD MPH
T:+43 (0) 699 18511501
Email:
Österreichische Gesellschaft für Public Health
Präsident: Assoc. Prof., Priv.-Doz., Dr. Thomas DORNER, MPH
Tel.: +43 (0)1 40160 34884
Email:
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Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/17394/aom

 

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